Welcome back – Resümee Lofoten

Juhu, der Alltag hat uns wieder. Nachdem Bietigheimer Pferdemarkt und Bissinger Weindorf (inklusive Veras Geburtstag, happy birthday!) nun auch überstanden sind, haben wir endlich Zeit, ein Abschluss-Update zu liefern. Und euch natürlich noch mit ein paar tollen Fotos zu versorgen.  Zu unserem Glück hat uns der nette Volker sein schönes Polarlicht-Foto zukommen lassen, welches ihr unten in der Galerie findet. Vielen Dank hierfür, Volker!

Aber nun der Reihenfolge nach. Frühmorgens um halb 5 starteten wir von unserem Bogen Hostel unweit des Lufthavns (so heißen dort die Flughäfen, irre, nä) zu selbigem. Das vollgetankte Miet-Auto stellten wir ab und warfen den Schlüssel durch das Gitter der noch geschlossenen Sixt-Station. Für einen anständigen Schlüssel-Briefkasten reicht wohl das Budget nicht, obwohl wir noch ordentlich drauf zahlten, da wir die im Angebot vermerkten 1000km um knappe 400 überschritten. Das war aber abzusehen, die Fahrt zur Andenes-Waltour ist Schuld.

Nun gemütlich durch die Sicherheitsschleuse, wo die Mitarbeiter auf diesem kleinen Flughafen deutlich entspannter waren als die strengen Menschen in Frankfurt. So entspannt, dass sie die zwei Shampoo-Flaschen (ohne Zip-Beutel darum!!!) in Lönis Rucksack dezent übersahen, was uns aber auch erst daheim beim Auspacken auffiel. Zum Glück wollten wir kein Flugzeug shampoonierend kapern. Dafür waren wir auch zu müde.

Ohne Probleme flogen wir zurück nach Oslo und von hier aus weiter zurück nach Frankfurt. Koffertransfer über Oslo funktionierte top, sie blieben nicht unterwegs hängen. Als gebrannte Kinder freuten wir uns natürlich darüber.

Ab zur Shuttle-Station, von wo aus wir zum Holiday-Parkplatz gebracht werden wollten. Dieses machte zwar noch eine kleine Schleife über Terminal 2 aber trotzdem waren wir froh, wieder deutschen Boden unter den Füßen zu spüren. Und uns auf der Heimfahrt typisch-deutsch über unfähige Autofahrer aufzuregen. Das hat Kevin bei dem spärlichen Verkehr auf den Lofoten schmerzlich vermisst.

Eigentlich wollten wir unsere 10tägige schwäbisch-sparsame Ernährungsweise direkt in Frankfurt bei der royalen Burgerbraterei mit einigen Whoppern zelebrieren, entschieden uns dann aber, die Feier bis zum Abendessen im asiatischen Gourmet (Fress-)Tempel zu verschieben. Und Halleluja, haben wir reingehauen. Das hatten wir uns aber auch wirklich verdient, so gut haben Sushi und gebackene Banane selten geschmeckt!

Zeit für einige Tipps und das…

Resümee

  • Roaming im mobilen Internet funktionierte sehr gut, wir hatten keine Extra-Kosten zu unseren deutschen Tarifen. Obwohl nicht-EU, verzichtet Norwegen als EU-nahes Land ebenfalls auf Roaming-Gebühren. Die Netzabdeckung ist übrigens der Wahnsinn, man hat überall 4G. Selbst auf dem höchsten Berg mitten in der Pampa konnten wir Onkel Edi oder Oma Erika per Video-Anruf teilhaben lassen. Kevin hat in seinem Büro nicht einmal überhaupt Empfang. Super Deutschland, danke Merkel.
  • Ernährung ist einigermaßen preiswert möglich. Man merkt zwar die Preisunterschiede der Grundnahrungsmittel deutlich, hier empfehlen wir auf jeden Fall die Selbstversorgung, anstatt auswärts zu essen. Die Aufbackbrötchen kosten halt umgerechnet 1,20€ statt 80 Cent, die Spaghetti von Coop (Eigenmarke ähnlich ja! oder K-Klassik bei uns) kosten auch 1,10€ statt bei uns 60 Cent und die Salami fängt halt ab 4€ statt bei uns 1,50€ an. Dennoch findet man in den Supermärkten (wir empfehlen Extra oder Rema 1000) relativ günstige Nahrungsmittel sowie wunderbare Süßigkeitenregale (smackgod!) mit Selbstbedienung, wie bei uns aufm Rummel. Uns graute es schon vor einer Marmelade für 8€, hier wurden wir auch für 2,50€ fündig. Wichtig: große Supermärkte in den Großstädten aufsuchen, der Tante-Emma-Laden auf dem Land kann wie bei uns preislich nicht mithalten und bietet die selben Produkte deutlich teurer an. Sobald man sich mal die Basics wie Butter, Marmelade, Gewürze, Nuß-Nougat-Creme (wir empfehlen Nugatti) und ähnliches besorgt hat, kann man diese wunderbar den Urlaub über nutzen. Vorausgesetzt, die Appartements verfügen über Kochmöglichkeiten und Kühlschrank, wo wir schon beim Punkt Unterkunft sind.
  • Getränke, vor allem Alkohol, ist so ein Thema in den skandinavischen Ländern. Während man Bier noch in den Supermärkten bekommt (ab 3€ pro 0,5l Dose…) wird Wein und alles Hochprozentige in Norwegen nur in den staatlich regulierten Schnapsläden abgegeben. Hiervon haben wir keinen einzigen gesehen, vielleicht sind die aber auch einfach nur sehr unscheinbar. Wir jedenfalls versorgten uns vor dem Abflug im Duty-Free mit Wein und etwas Hochprozentigen, was uns für diese 10 Tage mehr als genügte. Waren ja zum Wandern dort und nicht zum saufen. Hier wichtig, die zolltechnischen Einfuhrmengen beachten, da man sich wohl mit Alkoholschmuggel gut den Urlaub finanzieren könnte, wie wir uns haben sagen lassen. Kontrolliert wurden wir allerdings nicht. Sprudel (1,5l 59 Cent und Softdrinks (1,5l ab 1,80€) gab es in fast jedem Supermarkt, wie bei uns haben die Norweger auch 25 Cent Pfand auf PET-Flaschen.
  • Unterkünfte wiesen starke Unterschiede bei der Ausstattung auf. Wir würden künftig besser darauf achten, womit sie ausgestattet sind, vor allem was Nahrungszubereitung angeht. Manche hatten nur einen Wasserkocher, manche eine Kaffeemaschine MIT Pulver. Manche verfügten über ein komplettes Würzregal, manche nicht mal über Salz. Einige hatten vier Kochfelder und eine große Geschirrvariation, andere nur zwei und jeweils ein Gedeck für vier Leute. Spülmaschinen erleichtern auch den Abwasch. Am besten ausgestattet waren privat vermietete Wohnungen gegenüber den Wohnanlagen. Hervorheben möchten wir unsere zweite Station in Kabelvag. Hier hatten wir zwar keine Spül-, aber eine Waschmaschine, Wäscheständer, Schuhtrockner, Gewürze, verschiedene Shampoos, Kaffee mit Maschine, Filter und allem. Fön könnte auch relevant sein. Insgesamt verliefen das Ein- und Aus-Checken immer problemlos, manchmal steckte der Schlüssel einfach in der Tür oder hing in einem Umschlag daran und wir konnten erstmal ankommen bis sich dann irgendwann die Hosts blicken liesen. Oder sie wohnten mit im Haus und warteten bereits auf uns. Allesamt nette Leute, die uns auch immer ein paar Tipps zur Umgebung oder den lokalen Möglichkeiten gaben. W-Lan war überall verfügbar (praktisch für Blogger und Netflixer) und funktionierte auch recht gut. Bei einer der Unterkünfte musste man bar zahlen, beim Rest funktionierte die Kreditkarte, das wussten wir aber bereits im Voraus. Außerdem verlangte eine Unterkunft umgerechnet 20€ mehr, was uns aber erst danach auffiel. Hier also am besten schon vor dem Bezahlen kurz schauen, was bei der Buchung angegeben wurde.
  • Klamotten und Gepäck hatten wir gut im Griff, dank der Waschmaschine brachten wir sogar einige saubere Wäsche wieder mit heim. Wir reisten pro Paar mit einem großen Trolley und insgesamt vier Rucksäcken fürs Handgepäck. Damit kamen wir in den 10 Tagen gute über die Runden. Was wir im strömenden Regen vermissten, waren Regenhosen zu unseren Jacken. Generell empfehlen wir Funktionalität über Design, Funktionskleidung wie Softshell- oder Regenjacken, Wanderschuhen und -socken, Funktionsunterhemden, Sport-BHs, alles was wasserdicht und atmungsaktiv ist. Und eventuell auch kurz per Handwäsche in der Dusche frisch gemacht und mit dem Fön getrocknet werden kann. Unser Zweitschuhwerk (leichte Nikes oder ähnliches) hatten wir sehr selten an, das könnte man künftig eventuell einsparen. Bequeme Wanderrucksäcke, Mützen und Handschuhe sind auch wichtig.
  • Mietwagen war wunderbar, der uns von Sixt zur Verfügung gestellte Toyota RAV4 hat auf den engen Straßen gute Dienste geleistet, war als Hybrid vermutlich einigermaßen sparsam und groß genug für uns vier Abenteurer samt Gepäck. Insgesamt knapp 1400km haben wir runtergerissen, hier sollte man nicht sparen. Tempomat, Abstandshalter, Spurhalteassistent und Rückfahrkamera ersparen unnötige Kosten was Schäden angeht.
  • Kosten insgesamt beliefen sich auf ziemlich genau 1.500€ pro Nase, inklusive Flug, Unterkünften, Essen & Trinken, Vergnügungen wie die Walsafari und Mietwagen. Dies ist pro Tag ca. anderthalb mal so teuer wie ein All-Inclusive-Urlaub in Deutschlands 17. Bundesland, was es aber allemal wert ist.

Vielen Dank an alle unsere Leserinnen und Leser, euer online- und offline-Feedback war überragend! Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, euch an unserem kleinen Lofoten-Abenteuer teil haben zu lassen und wir hoffen, dass wir euch diese schöne Gegend schmackhaft machen konnten. Falls ihr euch überlegt, unseren Spuren zu folgen, zögert nicht, uns zu kontaktieren. Aber auch wenn nicht, freuen wir uns immer über Kommentare hier im Blog, auf Facebook oder auch persönlich.

Es grüßen zum letzten Mal, eure Lofotiasten Andi, Vera, Kevin und Löni. Genießt in der Galerie noch die schönen Fotos, bis zum nächsten Abenteuer! So long und Cheers!

 

2 Kommentare

  1. Tolle Geschichten, viele interessante Infos und klasse Fotos – man merkt, dass euch der Urlaub gefallen hat. 🙂

    Ich habe mir die Freiheit herausgenommen, euch auf meiner Foto-Seite unter „Reisefotografen & -Blogger“ zu verlinken.

    Bin schon gespannt auf euer nächstes Abenteuer! 🙂
    Viele Grüße
    JUL

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