Ins „Reinebringen“ … oder auch nicht!

Nach einer kurzen Nacht war es so weit, wir wollten den unser momentanes Heimatörtchen überragenden Berg Reinebringen besteigen. Warum kurze Nacht? Weil wir heute Nacht den Nordlichtern auf der Lauer lagen! Gegen halb 12 traten wir durch die Tür und wurden von einem großen Gebilde überrascht! Leider verflüchtigte es sich schnell wieder und wir machten uns zur Brücke auf, um weiter zu jagen. Dort trafen wir Volker, natürlich einen Deutschen, der ebenfalls mit seiner Canon auf Jagd war. Er hatte mit seiner Kamera mehr Glück, hoffentlich lässt er uns das Foto zukommen! Sonst gab es keine weiteren erwähnenswerten Lichtgebilde und wir gingen zu Bett. Aber egal! Wir haben ein Nordlicht gesehen!

Nach schnellem Frühstück ging es direkt von der Wohnung aus zu Fuß Richtung Reinebringen los, im Rucksack nur das Nötigste, da diese Route sehr anspruchsvoll sein soll. Auf dem Weg zum Startpunkt liefen wir schon an einigen „CLOSED“-Schildern vorbei, die wir jedoch dezent ignorierten – da kann ja jeder kommen. Als wir dann ankamen und von einem Schilderwall + Wachmann begrüßt wurden, sahen wir ein, dass der Berg momentan nicht bestiegen werden kann. Grund sind ausgedehnte Renovierungsarbeiten an den Wanderpfaden, die von Sherpas aus Nepal durchgeführt werden. Um diese Arbeiter nicht zu gefährden, beugten wir uns den Verboten und beschlossen, eine Alternative zu suchen.

Fündig wurden wir am von gestern bekannten Wanderpoint in Sorvagen, von dem viele Routen zu verschiedenen Bergen führen. Über unsere tolle App auf Veris Handy einigten wir uns auf eine ca. 10km lange Rundreise die über die Berge x und y führt. Kurz vor halb 12 starteten wir den Aufstieg, welcher gewohnt wechselhaft war. Mal trockene Wege über Stock und Stein, mal Dschungel oder Matschwege. Zum ersten mal im Urlaub auch mit dem ein oder anderen Kletterseil/kette die uns über große Gesteinsbrocken in die Höhe lotsten. Wir machten an einem Trinkwassersee mit toller Aussicht auf den Hafen von Sorvagen Mittagspause und erklommen danach gegen 15 Uhr den Gipfel.

Hier wurden wir mit einer unglaublichen, wunderschönen Aussichten in alle Himmelsrichtungen belohnt, welcher die Strapazen des Aufstieges wieder wett machte. Für den Abstieg wählten wir die andere Route der Rundreise, die wie erhofft etwas komfortabler war. Gegen 18 Uhr waren wir dann nach fast 7h wieder am Auto, erschöpft mit schweren Füßen aber glücklich.

Nach einem leckeren Nudelauflauf wollen wir uns nun etwas erholen, bevor es heute Nacht wieder auf Aurora-Borealis-Suche geht. Morgen geht es in aller Frühe Richtung Andenes los, um endlich die Wale besuchen zu können! Die Brote sind geschmiert, die Koffer gepackt, nur das Wetter muss so schön bleiben wie heute… Daumen drücken!

 

1 Kommentar

  1. Klaus Geippel

    29. August 2018 at 14:44

    Endlich war es für Euch ein sonniger Tag, und ihr hattet gute Sicht wie man sieht. Wirklich tolle Eindrücke Es ist eine Reise wert. Aber bitte mit mehr Sonne 😜😜

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