Nach einer zu kurzen Nacht ging es auch schon an’s Koffer packen und für die Weiterreise fertig machen. Wir strichen die Segel in Ballstad, nicht ohne endlich die lokale „Kirke“ geknipst zu haben und fuhren los zum Dörfchen Nusfjord.

Hier erwartete uns ein recht menschenleeres aber idyllisches Fischerdörfchen aus dem 19. Jahrhundert. Außer Möwen, getrockneten Fischen, einem „Landhandel“-Laden von 1907 gab es hier noch kleine Bötchen, mehr Möwen und einen schönen Hafen zu bewundern.

Leider meinte es das Wetter auch heute nicht sonderlich gut mit uns, weshalb wir den nusfjordischen Parkplatz für ein taktisches Mittagsschläfchen nutzten. Der nächste Programmpunkt würde Energie kosten…

Wir wollten den berühmten Instagram-Felsvorsprung auf dem Berg Ryten suchen, welcher sich oberhalb von Kvalvika Beach befindet. Nachdem wir erst den falschen Parkplatz angesteuert und den falschen Wanderweg begonnen hatten, waren wir froh als uns entgegenkommende Finnen auf unseren Irrtum hinwiesen. Der Weg war nämlich sehr matschig und es hatte auch schon wieder zu regnen begonnen.

Also ab ins Auto und zum nächsten Parkplatz. Dieser Trail sah vielversprechend aus, war er doch zu beginn noch mit Holzplanken befestigt. Diese lösten sich alsbald aber in Wohlgefallen auf und wir kämpften uns erneut über Stock und Stein und durch Matsch und Schlamm. Nach gut anderthalb Stunden erblickten wir den Strand und auch den besagten Vorsprung… welcher sich leider auf einem weiteren, viel höheren Berg nebenan befand, für dessen Bestieg wir locker weitere 3h benötigt hätten. So endete unsere Felsvorsprung-Influenzer-Karriere noch bevor sie begann und wir machten uns schlapp, durchnässt und -gefroren an den Abstieg.

Wieder im warmen Auto ging’s ab nach Reine auf der Insel Moskenes, zu unserer vorletzten Wohn-Station dieses Urlaubes. Im wunderschön und modern eingerichteten „May’s Appartement“ werden wir die nächsten drei Nächte verbringen. Löni ist glücklich, da die zur Verfügung gestellten Shampoos, Duschgele und Cremes ausschließlich von ihrer neuen Lieblingsmarke Rituals sind und wir anderen drei sind glücklich dass wir uns durch den beschwerlichen, wenn auch nicht erfolgreichen Aufstieg unsere Köttbullar mit Kartoffelpüree, Erbsen und Möhrchen und Pilzsoße mehr als verdient haben.

Gesättigt und erschöpft testen wir nun die Betten hier, um morgen frisch und fröhlich den Reinebringen bezwingen zu können. Oder auch erst am Dienstag, das machen wir nun vom Wetter abhängig. Es gibt zwar kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung aber diesen Kalenderspruch kann man sich in die nassen Haare schmieren.

Es grüßen platt und satt: eure Lofofos <3