Walkampf – es ist uns (noch) nicht vergönnt …

Voller Elan hüpften wir heute Morgen aus unseren Betten, voller Vorfreude endlich Wale zu sehen. Da wir ca. 3,5 Stunden von Andenes entfernt hausen und erst gegen halb 10 erfahren sollten, ob unsere Tour denn überhaupt stattfinden sollte, mussten wir wohl oder übel auf gut Glück schon mal in Richtung Andenes düsen. Mit Gute-Laune-Cockies und einem schwankenden Bauchgefühl  fuhren wir bis nach Langvassbukta, um telefonisch eine relativ undefinierbare Antwort aus Anderes zu bekommen. Wir cancelten unsere Weiterreise, da uns unsere km und die eventuell vergeudete Zeit zu wichtig sind, um sie einfach so zu vergeuden.

Als wir den Wal-Leuten unsere Entscheidung mitteilen wollten, erfuhren wir, dass der Kapitän der ersten Fahrt die weiteren Fahrten für heute  wegen zu viel kotzenden Menschen und natürlich dem hohen Wellengang auf dem Meer abgelehnt hatte. Schönen Dank für die Info, die wir erst auf Nachfrage erhielten.

Richtige Entscheidung also von uns, die weitere Anreise abzubrechen und uns an anderen schönen Plätzen auf den Lofoten zu ergötzen. So wurde am Strand von Hadsel gevespert und der lange weiße Sandstrand beäugt. Alle weiteren Parkmöglichkeiten, an denen wir spontane Hikes starten wollten, enttäuschten uns leider mit Sackgassen an Privatgrundstücken, suptropischem Urwaldflair (ohne Machete kein Durchkommen), treibsandgleichem Matsch und orkanartigen Regen- und Windböen.

Voller unverbrauchter Wander-Energie entschieden wir, weitere Versuche abzubrechen und den Tag als gemütlich abzuhaken.

Um ihn nicht vollends zu vergeuden, besuchten wir noch die zweitgrößte Holz-„Kirke“ Norwegens in Sildpollnes, welche sich auch als untypisch klein herausstellte. Auch sonst machte sie von Nahem mit ihrer rustikalen Art und Größe keinen wirklichen Eindruck. Aufgrund ihres küstennahen Standortes wirkt sie dafür von den höher gelegenen Aussichtspunkten umso cooler, weshalb wir sie nur aus der Ferne in guter Erinnerung behalten werden.

Zum Abschluss wanderten wir noch durch die Innenstadt von Svolvaer, um einerseits den morgigen Trollfjord-Speedboat-Trip-Startpunkt auszukundschaften und uns einen Eindruck von der Hauptstadt der Lofoten zu verschaffen. Die auf Trip-Advisior gelobte Ice-Bar schreckte uns mit einem Eintrittspreis von knapp 20€ (inklusive „Welcome-Drink“) dann doch ab, da frieren wir lieber draußen umsonst und schauen uns bei Gelegenheit „Die Eiskönigin“ nochmal an. Ansonsten gibt die City nicht viel her.

Insgesamt ein eher trister Tag, leider, jedoch wurden wir auf unserer Tagestour aufgrund des ständig wechselnden Wetters durchgehend mit Regenbögen versorgt. Immerhin etwas.

Nun mit Spagetti und Saitenwürstchen gestärkt, machten wir uns noch einmal auf, unsere gierigen Wanderfüße zu befriedigen, und stolzierten ein paar Runden durch unseren schnuckligen Unterkunftsort Kabelvag. Morgen geht’s dann heiter weiter zur Speedboat-Tour und anderen spektakulären Orten auf unserer Reise zum nächsten Unterkunftsort in Ballstad.

Schaut wieder vorbei für lofotische News von AndiVeriLöniKevi(n).

 

1 Kommentar

  1. Gudrun Geippel

    24. August 2018 at 8:40

    Nein lasst euch nicht den Urlaub verderben mit der Belastung von Walen. Ich drücke euch die Daumen und ihr werdet den letzten Tag als super Abenteuer erleben Trotz dieser niederdrückenden Erfahrung,finde ich euren Tagesbericht wie immer super . Lass die tollen Tage auf euch zukommen und genießt jeden wie es euer letzter Urlaubstag ist. Noch viele unvorhergesehene Eindrücke und wunderschöne Überraschungen.

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